3 Fragen an…

  1. Ein Leben mit Kaffee und Musik. Wie muss ich mir das vorstellen?

So ein Leben ist großartig – was wäre die Welt ohne Kaffee und Musik? Direkt nach dem Aufstehen führt mein Weg mich sofort zur Kaffeemaschine. Den ersten Kaffee trinke ich meistens noch vor dem Duschen. Zu meiner Zeit als Nachtwache im Pfingst- zeltlager wurde mir der Kaffee sogar an die Luftmatratze gebracht, um meinen Start in den Tag perfekt zu machen Bei Kolping gibt es tolle Menschen, die wissen wie sie mich glücklich machen können. Sogar in meiner Doktorarbeit habe ich mich mit dem Thema „Koffein“ beschäftigt. Ich bin schon ein Kaffeejunkie.

Mit der Musik ist es ähnlich. Wir sind eine sehr musikalische Familie. Bei uns wurde immer, Musik gehört, gesungen und meine Eltern spielen beide ein Instrument. In der Grundschule habe ich gelernt Blockflöte zu spielen. Mit zwölf Jahren kam dann die Klarinette dazu und seit mehr als zehn Jahren spiele ich inzwischen Bassklarinette. Ich bin seit über 20 Jahren Mitglied des Birkesdorfer Blasorchesters. Hier musiziere ich, erlebe Gemeinschaft und Geselligkeit und gebe jungen Menschen Musik- unterricht. Selber musizieren – am liebsten zusammen mit anderen -, Musik hören oder ein entspanntes Gespräch bei einer Tasse Kaffee sind wichtig für mich um zu entspannen und dem Alltag zu entfliehen.

2. Was hat Corona verändert?  Wie kann heute musiziert werden?

Früher haben wir im Orchester mit 60 Personen gleichzeitig geprobt, jede Menge Auftritte und Konzerte gespielt und auch viel zusammen gefeiert. So wie ich es kenne ist das aktuell leider nicht mehr möglich. Alle geplanten Auftritte, Ausflüge und Feiern, ja sogar unser Jubiläumskonzert mussten abgesagt werden. Den Blockflöten- und Klarinettenunterricht habe ich teilweise via Skype durchgeführt. Orchesterproben haben lange Zeit gar nicht stattfinden können. Trotz digitalem Stammtisch ist da ein Stück Gemeinschaft und Geselligkeit verloren gegangen.

Mit einem Hygienekonzept für unser Orchester haben wir den Einzelunterricht und den Probenbetrieb zuerst in Kleingruppen wieder aufgenommen. Inzwischen haben wir eine Halle organisiert, so dass wir unter Einhaltung aller Abstands- und Hygiene- regeln mit 40 Leuten gleichzeitig proben können. Am Sonntag werden wir eine Messe unter freiem Himmel musikalisch gestalten und für die Adventszeit sind Konzerte in kleinere Besetzung in der Kirche geplant. Statt Jahreskonzert ist eine CD-Aufnahme geplant. Auch der Musikunterricht mit meinen Schüler*innen hat sich verändert. Ich unterrichte mit Maske, halte Abstand zu meinen Schüler*innen und muss auf Haltungs- und Fingerkorrekturen verzichten. Trotzdem bin ich unheimlich froh, dass die Proben und der Unterricht endlich wieder „live“ und persönlich stattfinden, auch wenn das Abstand halten zu Menschen, die einem teilweise sehr nahe stehen nach wie vor merkwürdig ist.

3. Was wünschst du dir für deine Zukunft?

Ich wünsche mir, dass ich sowohl beruflich als auch privat immer das tun kann, was mich zufrieden und glücklich macht und mein weiterer Lebensweg so spannend und überraschend wie bisher bleibt. Daneben wünsche ich mir, dass ich immer meine Familie, Freunde, Musik und eine funktionierende Kaffeemaschine in meinem Leben habe.

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Zur Person:

Stefanie Laskowski; stellvertretende Diözesanvorsitzende, Kolpingsfamilie Düren, Hobbies: KOLPING, lesen, Kaffee trinken und mit anderen Menschen musizieren.

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Tag des Kaffees & Weltmusiktag

An jedem 1. Oktober wird der Tag des Kaffees seit 2006 begangen. Gedacht ist er als Hommage an die aromatischen Bohnen, durch den Deutsche Kaffeeverband ausgerufen. Mit kleinen Aktionen kann sich jede Kaffeeliebhaberin, jeder Kaffee- liebhaber beteiligen.

Der Internationale Musikrat führte unter Leitung des damaligen IMC-Präsidenten Yehudi Menuhin (USA) den Weltmusiktag ein, um Musik in allen Bevölkerungs- gruppen zu fördern und entsprechend den Idealen der UNESCO (Friede und Freundschaft der Völker) eine gegenseitige Anerkennung der künstlerischen Werte sicherzustellen sowie den internationalen Erfahrungsaustausch im Bereich der Musik zu fördern.