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Oh Gott! Der Weg ist das Ziel!

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Ja, das hört sich nach einem abgedroschenen Spruch an. Ist er aber nicht. Denn es ist schon wichtig, nicht nur auf das Ergebnis zu gucken, auf den finalen Punkt, auf die Lösung, auf den Erfolg, sondern auch das in den Blick zu nehmen, was vorher stattfinden musste, damit ich dann letztlich zu diesem Punkt gelangt bin. Und das macht die Lösung doch so interessant. Das, was ich zuvor gelernt habe, an Fehlversuchen, an Kritiken, die ich ertragen musste, an Varianten, was hilfreich war, was eben nicht hilfreich war, Widerstände. Das gehört zu einer guten Lösung dazu, macht sie dann so substanziell.

Und wenn ich das jetzt auf ein Bekenntnis übertrage, auf ein Glaubensbekenntnis, ist das doch letztlich genauso. In den Gemeinen, wo ich gearbeitet habe, war ich verantwortlich für die Firmenvorbereitung. Natürlich war der große Schlusspunkt, die Firmenfeier mit dem Bischof; und alle Jugendlichen haben dann zusammen ein Bekenntnis abgelegt.

Wo aber dann eine Firmenvorbereitung in meinen Augen sinnvoll wurde: Was hat denn vorher an stattgefunden?  Wie viel ist letztlich auf diesem Bekenntnisweg hängengeblieben und war relevant für die Jugendlichen?  Das ist sehr unterschiedlich ausgefallen. Und wenn es was Belastbares war, was richtig Gutes, dann werden Jugendlichen wahrscheinlich auch nicht überlegen, kann ich hier mal ein Bekenntnis ablegen, oute ich mich als Christin oder als Christ. So geht mir das ja selber auch. Wenn ich auf einer Party bin oder weiß der Geier wo. Und wenn es belastbar ist, dann brauche ich gar nicht lange überlegen.

Und das ist das Wichtige, finde ich, bei den Dingen, die wir dann auch im Glauben so verlangen und die wir so feiern: Das Gesamtpaket in den Blick nehmen. Und dann braucht es eben auch Prozessbegleiter. Ich habe im Studium einen Begriff kennengelernt, die „Mystagogik“! Leute führen oder begleiten auf den Weg in die Geheimnisse. Das ist ein richtig wichtiger Job, um das mal so auszudrücken. Den machen nicht nur Hauptamtliche, den machen auch Ehrenamtliche.

Darin gut sein, das ist Gold wert. Und das führt zu richtigen Bekenntnissen, die vielleicht auch ein Leben lang halten, auch wenn sie sich ändern. So einer, bist du vielleicht auch oder so eine? Ich bin mir ganz sicher.

Sei dabei, wenn es darum geht, Leute zu begleiten, eine Lösung zu finden, ein Erfolg zu erzielen oder ein Bekenntnis abzulegen.  Schaffst du? Da bin ich mir ganz sicher.

Michael Kock, Geistlicher Leiter beim Kolpingberg Aachen, für den Gesamtverband, also für die Erwachsenen, und für die Kolpingjugend.

Tschüss.