
Was sich nach einer Sprachübung wie „Fischers Fritze fischt frische…“ anhört, war der Schlussgedanke bei unserem Gottesdienst auf dem Pfingstzeltlager, das wir mit über 150 Kinder, Jugendlichen, deren Leiter*innen, Küchenteam, Jugendbüro, der Animationsteam… am letzten Pfingstwochenende mit dem Motto „Märchenwald“ durchgeführt haben.
„Was Besseres als den Tod, findest du überall.“ Das ist ein zentraler Satz im Märchen der „Bremer Stadtmusikanten“ mit dem unser Gottesdienst begonnen hat. Damit hat der Esel letztlich den Hund, die Katze und den Hahn in sein „neues Team“ geholt. Wo andere das Ende der Tiere beschlossen hatten, ging es mit etwas total Neuem weiter. Das Ende ist bekannt und natürlich glücklich.
Dem Tod nicht das letzte Wort geben, ihn überwinden – das ist eine zentrale Botschaft des Evangeliums. Darin steckt ein Zauber, keine Zauberei. Den Bremer Stadtmusikanten wurde es nicht geschenkt. Den Jüngern bestimmt auch nicht, auch wenn das Pfingstereignis sich so lesen lässt. So oder so kam der „Change“, der Wechsel.
Die Jünger waren seitdem wie ausgetauscht und nicht mehr aufzuhalten.
„Aufhören ist keine Option!“ Ganz sicher dann, wenn es schlecht um einen bestellt, und vielleicht nicht, wenn es sprichwörtlich „am schönsten ist“.
Mit etwas anfangen hat etwas Besonderes. Das habe ich auch schon letztes Mal beschrieben. Ich meine nicht: „Aller Anfang ist schwer.“ Das vielleicht auch. Es hat vielmehr etwas Aktives und Lebendiges.
Ich bewundere insbesondere die ehrenamtlichen Verantwortlichen in der Kolpingjugend, die Gesamtleitung des Lagers und ebenso alle weiteren Engagierten wirklich, wie sie jedes Jahr aufs Neue mit so viel Leidenschaft das Pfingstzeltlager planen, vorbereiten und durchführen!! Ungelogen!! An dieser Stelle grüße ich euch alle, wenn ihr das lest oder hört.
Wenn ich als Seelsorger in meiner Aufgabe überzeugt davon reden soll, dass es kein Ende gibt, sondern wir immer wieder anfangen sollen, glücklich zu werden, dann ist so ein Pfingstzeltlager so etwas wie eine „Frischzellenkur“ für mich, auch wenn es zwischendurch anstrengend und vor allem tropisch heiß war.
Gönnen wir uns solche „zauberhaften“ Momente und starten durch. Und der Begriff „zauberhaft“ musste jetzt hier noch zum Schluss hin. Den Pfingstzeltlagerteilnehmer*innen sagt er was, aber er erklärt sich ja auch selbst ausreichend.
Treu Kolping

Michael Kock, Geistlicher Leiter im Kolpingwerk Aachen.
(für die Erwachsenen im Gesamtverband und genauso für die Kolpingjugend.)
