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„Durch Maria wurde Jesus Mensch.“  – Mehr als „Fleischwerdung Gottes“!

In Wassenberg-Birgelen steht eine kleine Kapelle mitten im Wald. Es ist ein kleiner Marienwallfahrtsort – das „Birgelener Pützchen“. Dort predige ich heute (03.05.26) in meiner Rolle als Geistlicher Leiter des Kolpingwerkes zu diesem Thema: „Durch Maria wurde Jesus Mensch.“

Viele Propheten, meistens sind die Männer überliefert, haben mit ihrem Wirken und Verkündigen den Menschen einen Zugang zu Gott eröffnet. Ganz unterschiedlich.
Wir sollten uns angewöhnen, von Maria viel öfter als Prophetin zu sprechen, auch wenn von ihr nicht so viel biblisch überliefert ist, auch wenn es bekanntere Titel für die Heilige Maria gibt: Himmelskönig, Mutter der Barmherzigkeit, Mutter Gottes, … .
Denn ihre Leistung, Gottes Willen anzunehmen UND umzusetzen, dass Gott als der Mensch Jesus in unsere Welt kam, ist doch wohl ein ganz grundlegender und erfolgreicher Weg für uns Menschen, Gott näher zu kommen und ihn besser zu verstehen.
Maria hat als Mutter Jesu eine besondere Rolle unter den Heiligen und bietet daher -ohne göttlich zu sein- dennoch eine menschliche und gar weibliche Seite Gottes ab. Vielleicht ist auch das der Grund ihrer großen Beliebtheit und Verehrung.

So ist der „Faktor Mensch“ beim Glauben und folglich in der Kirche, nicht nur eine Begleiterscheinung, sondern so etwas wie das „Herzstück unseres Glaubens“.

Vergangenen Samstag haben sich die Vorstände und Leitungsteams unseres Aachener Kolpingwerkes getroffen. Die KI (künstliche Intelligenz) war Thema. Sie wird wachsender Bestandteil unseres Lebens werden. Das steht sicher fest.
Es ist viel mehr als eine technische Revolution, wie der Buchdruck, die Erfindung der Dampfmaschine, das Auto, die digitale Kommunikation oder das Internet,…. . Das Alleinstellungsmerkmal des Menschen kann nun nicht mehr nur unterstützt, sondern ersetzt werden. Das macht uns nicht nur zu Gestaltern und Zuschauern in diesem Prozess, sondern auch sehr zu „Betroffenen“. Und das in ganz neuer Weise.

Bleiben wir uns treu und trauen wir uns weiterhin auch genug zu. Fragen wir nicht grundsätzlich bei vielen Gelegenheiten die KI zuerst, wie wir etwas verstehen oder gestalten sollen. Lassen wir nicht alles die KI noch einmal überprüfen, damit es perfekter wird.
Behalten wir den Menschen im Blick, wenn sich die Arbeitswelt revolutionieren wird und die Gesellschaft nicht weniger. Behalten wir Konzerne im Blick, die mit KI die Welt ganz sicher beeinflussen können, dass sie uns nicht beherrschen.
Das haben wird drauf als katholischer Sozialverband, oder?! Schaffen wir wohl nicht allein!

Treu Kolping!