Impuls zur Woche

Sich nicht entmutigen lassen

Wie gehe ich mit Widerständen um? Wie macht ihr /wie machen Sie das? Ich habe viele unterschiedliche Erfahrungen in meinem eigenen Leben, sowie bei Freund*innen und Bekannten gesammelt: sich zurückziehen und verkriechen, sich an neue Gegebenheiten anpassen und sich selbst verraten, sich verhärten und alles abblocken, sich nicht unterkriegen lassen und beharrlich den eingeschlagenen Weg weitergehen …

Johannes der Täufer beschwört eine andere Lebensweise, kritisiert unverhohlen die Mächtigen und kommt dafür ins Gefängnis. Schließlich wird er geköpft, weil er sich weigert, von seiner Botschaft abzulassen. Wie verhält sich Jesus? Eben noch hat sich Jesus von ihm taufen lassen und Johannes hat ihm die ersten Jünger an die Seite gegeben. Jesus verlässt ebenfalls nicht seinen Weg. Er verkündet die Frohe Botschaft und sucht sich Menschen, die ihn auf seinem Weg begleiten.

Ich denke, dass es sehr klug ist, auf dem eigenen Lebensweg Menschen an der Seite zu haben, die begleiten, unterstützen, sich sorgen, manchmal ermahnen und einen nicht alleine sein lassen; vor Allem, wenn eigene Haltung und Ziele bedroht sind oder die Schwere der Aufgaben drücken.

Dietmar Prielipp

Hinweis

Oft habe ich mir Fragen gestellt:

Wie wäre es, wenn es niemanden an meiner Seite gäbe?

Wie weit geht eigentlich meine Nachfolge Jesu?

Hätte ich die Kraft, für meine Überzeugung ins Gefängnis zu gehen, oder sogar in den Tod?

Vielleicht habt ihr / haben Sie andere Fragen zur folgenden Bilbelstelle.

„Nachdem Johannes ausgeliefert worden war, ging Jesus nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium! Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihre Netze auswarfen; sie waren nämlich Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach. Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her. Sogleich rief er sie und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.“ Mk 1,14-20