Ein Abend voller ehrlicher Impulse, Lachen und tiefen Gesprächen – Ein inspirierendes Beispiel für lebendige Kolpingarbeit vor Ort.
Das Leben ist eine Werkstatt – es wird gehämmert, repariert, neu justiert und an sich selbst gefeilt. Unter dem treffenden Titel „Autorenlesung Lebenswerkstatt“ lud die Kolpingsfamilie Elmpt am Freitagabend, den 6. März, in die Gemeindebibliothek Niederkrüchten ein. Von 19.30 Uhr bis 21.30 Uhr erlebten rund 25 Gäste einen Abend, der bewies, wie viel Kraft in den persönlichen Geschichten und Erfahrungen unserer Mitglieder steckt.
Fünf Autorinnen und Autoren aus der lokalen Kolpingsfamilie – Karin und Peter Witte, Marlene und Dieter Polmans sowie aus Mönchengladbach Albert Bettin – lasen ausgewählte Texte aus den bekannten „Impulsheften“ vor. Souverän und einfühlsam durch das Programm führte Michael Kock. Er ist nicht nur Herausgeber der Impulshefte, sondern begleitete den Abend auch in seiner Funktion als Geistlicher Leiter des Kolpingwerkes im Diözesanverband Aachen.
Zwischen Schmunzeln und tiefem Nachdenken
Die Mischung der vorgetragenen Texte spiegelte die Vielfalt des echten Lebens wider. Bei humorvollen Alltagsbeobachtungen und Geschichten über Kinder huschte immer wieder ein herzliches Schmunzeln durch die Reihen. Ging es in den Texten jedoch um Lebenskrisen, das Scheitern oder Fragen des christlichen Glaubens, herrschte eine andächtige, ernste Stille im Raum. Das Publikum folgte den Lesenden durchweg mit höchster Aufmerksamkeit und spürbarer Verbundenheit.
Wie sehr die Impulse der Autorinnen und Autoren den Nerv der Gäste trafen, zeigte sich eindrucksvoll in der Pause: Es entstanden sofort intensive, tiefgründige Gespräche untereinander – ganz im Sinne des kolpingschen Gemeinschaftsgedankens.
Gemeinschaft steht im Vordergrund
Dieser rege Austausch führte schließlich auch zu einer spontanen Programmänderung: Um den zeitlichen Rahmen der Veranstaltung nicht zu überdehnen und dem Miteinander genügend Raum zu geben, verzichtete Michael Kock zugunsten der anderen Autorinnen und Autoren auf das Vorlesen seiner eigenen Texte sowie auf die geplanten Zugaben.
Zum Abschluss eines überaus dichten und gelungenen Abends bedankte sich Kerstin Tigges aus dem Leitungsteam der Kolpingsfamilie Elmpt bei allen Lesenden und dem Moderator mit kleinen Präsenten. Ein besonderer Dank ging an Andrea Otten, die Leiterin der Gemeindebibliothek, in deren Räumlichkeiten die Veranstaltung einen so wunderbaren Rahmen fand.
Das Fazit des Abends hätte schöner nicht ausfallen können: Sowohl die Gäste als auch die Autorinnen und Autoren traten den Heimweg sichtlich „beseelt“ und mit einem warmen Gefühl im Herzen an. Ein wunderbares Zeugnis dafür, wie bereichernd es ist, das Leben und den Glauben miteinander zu teilen.
