Lesenswert!

Schon am 12. Oktober 2021 berichtete der Lokalbote in und aus Mönchengladbach, Werner Erkens, unter der Überschrift „Vorausgeschaut: Das Kolpingwerk, Diözesanverband Aachen, gründete eine Stiftung“ von einem überaus lesenswerten Interview mit unserem Stiftungsgründer Dietmar Prielipp.

Auszug: „… Lokalbote: Warum ist diese Stiftung unbedingt notwendig?

Dietmar Prielipp: Zurzeit werden die Aufgaben des Diözesanverbandes und der Kolpingjugend größtenteils vom Bistum Aachen aus Kirchensteuermitteln finanziert. Mit dieser Unterstützung können das Personal in der Diözesanstelle und alle wichtigen Aufgaben, die die Kolpingjugend und die Kolpingsfamilien betreffen, finanziert werden. Ganz ehrlich: ich bezweifele, dass selbst bei bestem Willen der Bistumsleitung dies in zehn Jahren noch möglich ist. Denn durch die Skandale der letzten Jahre erleben wir zurzeit, dass viele sogar engagierte Katholiken der Kirche nun den Rücken kehren. Ich mag es nicht, „wie ein Kaninchen auf die Schlange zu starren“ und abzuwarten, was irgendwann geschehen wird. Ich denke an unsere Enkelkinder. Wenn sie in zehn Jahren 17 oder 18 Jahre alt sein werden und beispielsweise ein Pfingstzeltlager für 200 Kinder und Jugendliche vorbereiten und durchführen wollen, brauchen sie professionelle Unterstützung und finanzielle Mittel, um dieses Projekt durchführen zu können. Wir müssen also heute dafür Sorge tragen, dass dies morgen möglich ist.

Lokalbote: Warum ist eine Zustiftung aktuell besser als eine Spende?

Dietmar Prielipp:  Da viele Menschen diesen Unterschied nicht kennen, ist diese Frage wichtig. Eine Spende muss in der Regel zeitnah „ausgeschüttet“ werden; also im folgenden Kalenderjahr. Wenn jemand 2021 z. B. 200 Euro spendet, dann muss dieser Betrag in 2022 für ein Projekt verwendet werden. Dann ist dieses Geld auch „weg“! Eine Zustiftung bleibt für immer und erhöht das Kapital der Stiftung durch z. B. Anlagen und Zinsen. Für die kommenden Jahre benötigen wir dementsprechend viele Zustiftungen. Denn nur so stehen später ohne die Bistumsgelder Mittel zur Verfügung, um Kolping Engagement vor Ort und auf Diözesanebene zu ermöglichen. Für beide Formen der Zuwendung gibt es übrigens ab 50 Euro eine „Spendenbescheinigung“.

Lokalbote:
Wie können Zustiftungen aussehen? …“

Also bitte lesen und „Stiften gehen!“