Aus dem Leben im Homeoffice

Auch unser Diözesansekretär Peter Witte geht mit seinen Kindern ins Homeoffice. Hier berichtet er von den Anfängen:

Gut gelaunt plane ich den ersten richtigen Tag im Homeoffice. Die Voraussetzungen sind ganz ordentlich, schließlich haben wir ein Arbeits-(Gäste-/Wäsche-/Abstell-)Zimmer mit einem praktischen Ikea-Galant-Schreibtisch; und an unserem privaten Laptop hängen nicht nur Bildschirm, Tastatur und Drucker, sondern dazwischen sogar eine Dockingstation, so dass ich den Büro-Laptop lediglich mit Strom, Internet und eben dieser Dockingstation verbinden muss. Außerdem hat meine Frau mir einen Tipp mitgegeben, den sie die Tage gelesen hatte: „Räumen Sie nicht vorher auf. Wirklich nicht.“ Das schreibt Margarete Stokowski in „Zehn Regeln fürs Überleben im Homeoffice“ auf Spiegel-Online. Prima. Im Nicht-Aufräumen bin ich sowieso gut.

Aber irgendwas fehlt. Richtig! Ich sollte, bevor ich anfange, eine Runde durch die drei Kinderzimmer machen, denn dort müssen Meike (8), Svenja (auch 8) und Felix (10) ja ebenfalls in der „homeschool“ an ihren Arbeitsblättern für Mathe, Deutsch und Englisch/Latein arbeiten. Offensichtlich hat meine Frau auch den dreien den Tipp mit dem Nicht-Aufräumen weitergegeben und sie haben diese „Aufgabe“ direkt perfektioniert. Im Grunde reicht es ja auch, wenn auf den Schreibtischen eine etwa DIN-A-3 große Fläche frei ist. Mehr oder weniger motiviert sind die Kleinen am Werk, obwohl ich bei der Frage „Wie lange müssen wir?“ doch etwas stutzig werde. „Um halb 11 könnt ihr eine Pause machen, aber dann müsst ihr auch wieder an die Arbeit“, höre ich mich sagen, denn ich habe von 10 bis 12 meine erste Videokonferenz mit den Kolleg*innen. Nun gut. Fragen haben die drei keine und somit kann es für uns alle loslegen.

Tatsächlich komme ich in eine Art Flow und kann konzentriert arbeiten. Eine Stunde später beginnt die Videokonferenz – wir sind heute zu sechst, und es ist für alle das erste Mal in dieser Konstellation. Bei einer Kollegin kommt der Junior zwischendurch mal gucken und winkt schüchtern in die Kamera, ich selbst bin froh, dass wir uns darauf geeinigt haben, das Mikro auszuschalten, wenn man selbst gerade nicht redet, denn so kann ich mich unbemerkt aus dem Raum schleichen, um nebenan mal kurz eine Ansage zu Lautstärke, Konzentration und überhaupt zu machen. Läuft doch.
Nach zwei Stunden sind wir durch – thematisch wie körperlich und wir vereinbaren uns für nächste Woche wieder in der großen Runde. Der Rest der Absprachen kann per Telefon zu zweit laufen.

Jetzt brauche ich auch eine Pause und schicke auch die Kinder in den Garten – sich bewegen und Sonne tanken. Ich mache derweil das Mittagessen – Spaghetti (die kann ich am besten) – und bereite mich innerlich auf den Nachmittag vor, wenn die Kinder ihre Aufgaben erledigt haben werden…

Lehren des Tages:

  • Danke an die Lehrer*innen für die Zusammenstellung der Aufgaben!!!
  • Ich glaube, wir brauchen zuhause gemeinsame Pausenzeiten, damit dazwischen dann auch gemeinsam (bzw. jede*r für sich) gearbeitet werden kann.
  • Leckeres Essen hebt allgemein die Stimmung.

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