3 Fragen an…

  1. Drei Generationen, ein Gedanke, was bedeutet Kolping für Euch?

Alfred: Ich bin seit meiner Jugendzeit gemeinsam mit meinem älteren Bruder Joachim mit Kolping in loser Verbindung aktiv gewesen; im Ehrenamt, mit viel Freude und Einsatz dabei. So hat die Kolpingsfamilie meines Bruders zum 50. Jubiläum auch Kardinal Meisner eingeladen. Der kam auch. Das war schon eine prima Sache.

Später, hier in Elmpt, bin ich dann Gründungsmitglied der Kolpingsfamilie geworden, bin bis heute im Leitungsteam, wenn auch aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ganz so aktiv. Aber gemeinsame Weihnachts- und Osterbasare, Radtouren und Freizeiten mit Gleichgesinnten sind immer noch ein guter Ausgleich zur Arbeit. So gab es Fahrten nach Ockenburgh bei Den Haag genauso wie nach Saalbach und Prerow in Mecklenburg-Vorpommern. Gerne erinnere ich mich auch an unser Pilgern nach Kevelaer.

Barbara: Ja, da muss ich jetzt einhaken. Die Pfingstzeltlager und unsere Kolpingwochenenden waren als Kind das Highlight für mich. Für uns waren das viele schöne Ausflüge und Urlaube. Auf einem Schnuppertreffen der aktiven Gruppenleiter, hat mich dann auch mein späterer Ehemann gefunden, ich war damals 18 und er 21. Es ist schon schön, wenn sich gleiche Interessen als gelungenes Familienmodell herausstellen. Und so sind meine Kinder Carina und auch Jan heute auch aktiv bei Kolping dabei.

Carina: Ich bin mit Kolping aufgewachsen, eigentlich sogar hineingeboren. 1996 war ich das jüngste Kolpingmitglied überhaupt. Meine Eltern haben mich als Säugling mit 20 Tagen angemeldet. Das war damals eine große Sache, so mit Zeitungsartikel und allem drum-und dran.

Heute bin ich im Ehrenamt sehr glücklich, habe neben meinen Aktivitäten in der Messdienerleiterrunde BBB und Kolping mein Hauptaugenmerk in der Jugendarbeit, habe viele Ehrenamtler Freunde, viele Projekte. So war ich im bundesweit aufgestellten Steuerungsteam für das Jugendevent „Sternenklar – DU baust die Zukunft!“ in Frankfurt am Main 2018 als Mitglied des Diözesanverbandes Aachen dabei. Auch ein 2005 veranstaltetes Indianerfest, der Kolpingsfamilie Elmpt hat mich sehr geprägt, das möchte ich mit den neuen, motivierten Elmpter Gruppenleitern neu aufleben lassen. (evtl. mit Opa als Häuptling.)

Mein Bruder ist auch sehr aktiv und hat z.B. das „Freaky Weeky“-Wochenende oder das hoffentlich bald stattfindende „Wyld Weekend“ auf DV-Ebene mit begründet. Er und ich sind ein gutes Team, nicht nur bei den Messdienern oder auf DV ebene. So sind wir seit 2018 dabei, eine neue Elmpter Kolpingjugend aufzubauen mit neuen Leitern. So bald Corona es zulässt, werden wir da auch wieder Gruppenstunden und Aktionen auf die Beine stellen, davon bin ich überzeugt.

  1. Was passiert gerade bei Euch und Kolping, coronabedingt?

Alfred: Leider nicht viel. Wir sind ja eine Gemeinschaft, die auf Kontakten und persönlichen Treffen basiert. Da zurzeit diese Treffen nicht stattfinden können, hoffen wir gesund zu bleiben und telefonieren miteinander. Aber ein Ersatz zu unseren vormaligen Treffen ist das natürlich nicht.

Carina: Ich vermisse sehr das Gemeinschaftsgefühl live zu erleben, ob mit Freunden oder den Kids. Hallo da draußen! Ich vermisse Euch! Naja, trotzdem geht es ja weiter. Wir treffen uns in Viedeochatrunden, planen was möglich ist und verschieben aber leider viel. Im Moment hoffen wir, dass ein verkleinertes Pfingstzeltlager, in Form einer Radtour mit Spendenaufruf für unsere neue Stiftung ZUKUNFT STIFTEN stattfinden kann.

  1. Was ist unser Wunsch für die Zukunft?

Alfred: Für mich steht in diesen Zeiten die Gesundheit im Vordergrund. Ich bin ein glücklicher Mensch, wenn es all meinen Lieben gut geht. Natürlich freue ich mich, wenn auch in die Kolpingsfamilie wieder Leben kommt, wenn persönliche Kontakte und Gespräche, Freizeiten und Treffen wieder stattfinden können. Aber in erster Linie, muss ich sagen, bin ich halt ein Familienmensch und meine Familie heißt Kolping.

Barbara: Neben Carina und Jan habe ich noch meine Große, die Maren, die jetzt im August ihr erstes Kind bekommt. Darauf freuen wir uns alle sehr. Das ist Zukunft.

Carina: Wie oben schon erwähnt, würde ich gerne ein Indianerfest stattfinden lassen, was zwar viel Unterstützung braucht, aber da mach ich mir bei unserer Kolpingsfamilie eigentlich weniger sorgen. Zum anderen werde ich mich in meiner neuen Position, als Diösesanleiterin der Kolpingjugend Aachen, hoffentlich schnell einleben und viele neue Projekte in DV und Ortsebene in Angriff nehmen, mit Hilfe des DAK und der Gruppenleiter. Auf dass es bald wieder viele Kolpingjugenden gibt. Kurz um, meine Zukunft liegt definitiv bei Kolping!

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Zu den Personen

Alfred Zeletzki, 78 Jahre, KF Elmpt. Ich bin seit 54 Jahren verheiratet, habe drei Kinder und sechs Enkelkinder. Seit 42 Jahren bin ich Kolpingmitglied. Die KF-Elmpt habe ich 1979 mit gegründet.

Barbara Winzen, geb. Zeletzki, 51 Jahre, KF Elmpt; Tochter von Alfred Zeletzki und Mutter von Maren, Carina und Jan Winzen. Seit Juli 1984 Kolpingmitglied, ich war in Elmpt im Vorstand, wo meine Aufgabe im Bereich „Jungen Familien“ lag.

Carina Winzen, 25 Jahre, KF Elmpt; Vorstandsmitglied im Diözesanverband Aachen, als eine der Diösesanleiterinnen der Kolpingjugend. Zusätzlich hat sie in der KF Elmpt als Vorstandsmitglied (Jugendvertreterin) Verantwortung übernommen.

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Internationaler Tag der Familie

„Einen gemütlichen Tag mit den Eltern und Großeltern verbringen…wäre dazu der Internationaler Tag der Familie, den wir heute begehen, nicht ein guter Grund?“ fragen Tanja Hebenstreit und Christiane Toyka-Seid in ihrem kleinen Aufsatz über diesen Tag.

Die Seite der Bundeszentrale für politische Bildung führt weiterhin aus: „Seit 28 Jahren gibt es den Internationalen Tag der Familie, der von den Vereinten Nationen 1993 ausgerufen wurde, um jedes Jahr an einem besonderen Tag auf die Bedeutung der Familie für unsere Gesellschaft (…) aufmerksam zu machen. Was wären wir ohne Familie, und sei sie noch so klein?“

Beide Autorinnen beschreiben dabei die Wichtigkeit von Familienzusammenhalt, Zugehörigkeitsgefühl, von Familie-sein. „In der Familie lernen wir grundlegende Dinge: wie wichtig es ist, füreinander Verantwortung zu übernehmen, Rücksicht aufeinander zu nehmen. Wie schön es sein kann, miteinander zu feiern und sich wieder zu versöhnen, wenn man gestritten hat. Wir bekommen viel geschenkt und lernen zu teilen und abzugeben.“