Bei uns im Bistum Aachen hat sich in den letzten Jahren vieles verändert. Auch vor dem Synodalen Prozess gab es bereits Zusammenschlüsse von einzelnen Pfarreien zu einem Pfarrverbund. Meine dörfliche Heimatpfarre ist seit über 40 Jahren immer Teil eines solchen Verbundes, welcher stetig wuchs, gewesen. Bei dem ganzen Wachstum durfte man eins nicht vergessen: Die Menschen in den Blick zu nehmen und sie dort abzuholen, wo sie sind und wie sie glauben.
Heute haben wir große Pastorale Räume. Auch hier bleiben die Menschen das Wichtigste. Seelsorge in derart großen Räumen – in Jülich und Aldenhoven sind es 28.000 Katholik*innen – funktionieren nur, wenn sich vor Ort viele Ehrenamtliche, viele Menschen engagieren. Das wird zukünftig noch entscheidender sein als der Einsatz von hauptamtlichen Kräften im Pastoralen Dienst, deren Anzahl in den nächsten Jahren drastisch sinken wird.
Wir bei Kolping sind grundsätzlich ein ehrenamtlich geführter Verband von der Orts- bis zur Bundesebene. Mit dieser Erfahrung können wir uns „besonders“ in diese neuen Kirchenstrukturen einbringen. Denn die Chance lag und liegt immer darin, sich den Menschen konsequent zu öffnen, wenn sie – auch als Gläubige – Halt und Sicherheit suchen. Seht den Menschen! Ohne ihn funktioniert das Ganze nicht.

Markus Holländer
KF Jülich
