Impuls zur Woche

Heilung, die Zweite

Es hat Phasen in meinem Leben gegeben, wo ich mir meines Krank-seins nicht bewusst gewesen bin. Noch mehr Arbeit und erweiterte Verantwortung verdrängten hervorragend Erschöpfung und ausgebrannt sein. Für Schmerzen gab es Schmerzmittel und für einsame Momente noch mehr Arbeit oder Abhängen vor dem Computer. Ich hatte einfach nicht die Einsicht, dass etwas nicht stimmt, dass ich mehr und mehr krank wurde.

Menschen, die heilen können und wollen, seien es Mediziner oder gute Freund*innen, benötigen mich als Einsichtigen. Erst dann kann ich wie der Aussätzige im Evangelium um Hilfe bitten. Erst wenn ich es wirklich will, können mir Menschen helfen.

Menschen, die heilen können und wollen, dürfen und müssen lernen, sich selbst im Blick zu haben, denn schnell sind sie es, die durch ihr Engagement ausgebrannt sind und krank werden. Von Jesus wird immer wieder erzählt, dass er sich in die Einsamkeit zurückzieht, um zu beten und sich zu regenerieren.

Dietmar Prielipp

Hinweis

Nehmt euch / Nehmen Sie sich heute bitte die notwendige Zeit zu überprüfen, wie es um sie steht. Wer sich unsicher ist oder überzeugt ist, dass alles in Ordnung ist: Vielleicht ist es gut, mir vertraute Menschen zu fragen, deren Meinung ich annehmen und schätzen kann.

„Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du mich reinmachen. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will – werde rein! Sogleich verschwand der Aussatz und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg, wies ihn streng an und sagte zu ihm: Sieh, dass du niemandem etwas sagst, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring für deine Reinigung dar, was Mose festgesetzt hat – ihnen zum Zeugnis. Der Mann aber ging weg und verkündete bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die Geschichte, sodass sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.“