Du betrachtest gerade MUT ist ein Muskel!

MUT ist ein Muskel!

Ich weiß, man fängt solche Beiträge oft gerne mit einem alltäglichen Erlebnis an und ich tue das jetzt auch, aber es passt.
Ich bin seit Jahresbeginn in einem Fitnessstudio.
Es wurde höchstens Zeit, ich musste mich bewegen und das tut mir auch gut. Ich merke das richtig.
Und deshalb bin ich jetzt für alles, was Muskeln angeht, auch besonders ansprechbar.
Und von daher ist es vielleicht gar kein Zufall, dass mir im Internet ein Spruch wirklich in Erinnerung geblieben ist.
Da stand: „Mut ist ein Muskel.“
Und da dachte ich: „Genauso ist das.“
Den muss ich trainieren.
Ein tolles Bild, eine tolle Metapher.
Den muss ich trainieren, damit er stärker wird, damit er fit bleibt.
Und wie geht das am besten?
Gerne auch in Gemeinschaft.
Es gab ja früher vom Deutschen Turnerbund oder im Sport den Spruch: „Sport ist im Verein am schönsten.“
Ich weiß, da geht jetzt im Fitnessstudio -zumindest bei mir- gemeinschaftlich nicht ganz so viel ab.
Aber es macht schon einen Unterschied, ob ich da auf der Straße allein `rumlaufe oder ob ich mich im Fitnessstudio bewege.
Das hätte ich vorher gar nicht so gedacht.


So, und jetzt steht Pfingsten vor der Tür.
Christi Himmelfahrt.
Das ist der Beginn der Apostelgeschichte in der Bibel.
Und wenn es ums Training geht, dann ist das mit den Jüngern genauso.
Die mussten auch ganz schön „trainieren“, bis sie richtig gut geworden sind und eigentlich unstoppbar.
Denen musste der Auferstandene mehrfach begegnen, bis sie dann klar hatten: „ Aha, Jesus ist auferstanden.“
Der Geist musste auf sie herabkommen und dann war der Knoten durchtrennt.
Dann ging es so richtig los. Das war wie ein Startschuss für die Sportler.
Und in Folge haben die Jünger, sie haben Menschen geheilt wie Jesus, flammende Reden gehalten. Petrus vor allen Dingen nach Pfingsten oder nach einer Heilung eines Gelähmten durch die Jünger selber am Tempel.
Und der Hohe Rat der jüdischen Gemeinde, der wollte natürlich nicht, dass diese Jesusbewegung dann auch Fahrt aufnimmt.
Sie wollten natürlich die Jünger zum Schweigen bringen und hatten das Problem, dass sie es einfach nicht konnten.
Die Jungs, um es mal flapsig auszudrücken, waren gar nicht mehr aufzuhalten.
Und jetzt kommt natürlich mein Wunsch zum Schluss dieses kleinen Beitrags.
Das machen wir doch am besten auch.
Genauso im Training bleiben.
Und es gibt nie ein „zu spät“.
Ich bin mit Ende 50 auch erst in ein Fitnessstudio gegangen nach einer langen Sportpause und ich sollte mich gar nicht grämen, dass ich so lange gewartet habe, sondern ich freue mich jetzt, dass ich es getan habe. Und es tut mir gut.
Und wenn ich jetzt den Bogen spanne zu unserem Mutmuskel, zu unserem Glaubensmuskel, dann ist das letztlich genauso.
Und das wünsche ich euch.
Da seid ihr jetzt auch nicht überrascht zum Ende dieses Beitrags.
Geht ins Training, macht wieder ein bisschen was, wenn es um euren Mut geht, um euren Glauben oder um irgendwas anderes.
Bewegt euch.
Das ist es.

„Treu Kolping.“
Michael Kock, Geistlicher Leiter im Kolpingwerk Aachen und in der Kolpingjugend in Aachen.
„Tschüss.“