Nachhaltigkeit

Ein Insektenhotel bauen – aber richtig…

„Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht“, lautet eine alte Weisheit, die auch auf viele vermeintlich nachhaltige Aktionen und Verhaltensweisen zutrifft. (An anderer Stelle hatte z.B. ich schon einmal über die Einweg-/Mehrweg-/Plastik-/Glas-Thematik bei Wasser geschrieben).

Bei den beliebten Insektenhotels ist dies sehr häufig ein Problem. Die zu kaufenden Exemplare sind oft unsauber verarbeitet und durch ihre Zusammenstellung zu einem großen Teil praktisch nutzlos. (PDF verlinkt) – Dann also doch lieber selber bauen (auch eine schöne Aktion mit den Kindern / Enkeln!) oder bei schon vorhandenen Insektenhotels ein wenig „nachbessern“.

Auf „SWR Wissen“ habe ich eine schöne Zusammenstellung mit Tipps für den Eigenbau gefunden (3). Wichtigster Tipp ist aus meiner Sicht, dass nie ins Stirnholz (also entlang der Fasern), sondern immer quer zu den Fasern gebohrt werden sollte. Die Bohrungen werden sauberer und können nicht „ausfransen“, was eine Verletzungsgefahr für die Insekten bedeuten würde. Wie sich eine Wildbiene „ihre“ Röhre sucht, sieht man in einem Video (ab Minute 3:09).

Das Insektenhotel muss übrigens nicht immer ein komplettes „Haus“ mit Etagen und Spitzdach sein, denn den Bewohnern geht es nicht um Prestige (und Miete zahlen sie auch nicht…). Im Vordergrund steht die Funktion. Warum also nicht unterschiedliche kleinere Behausungen im Garten oder auf dem Balkon verteilen?

Wer von euch hat schon Insektenhotels im Garten – und wie sind eure Erfahrungen damit? Schreibt das doch gerne auf Facebook in die Kommentare.

Peter Witte