Seit einigen Jahren bin ich regelmäßig mit der Bahn auf dem Weg zur Arbeit. Gerade an den Bahnhöfen begegnen mir immer wieder Mitmenschen, die – auch bei eisiger Kälte – kein Dach über dem Kopf haben. Einige hiervon bitten – teilweise auch sehr höflich – um Unterstützung, andere sitzen auf dem Boden und haben einen Sammelbecher vor sich stehen. Ich habe mir angewöhnt, für diese Menschen immer ein wenig Kleingeld in der Tasche zu haben. Aber ansonsten sehe ich leider nur überaus selten jemanden, der sie beachtet. Die meisten eilen achtlos vorbei oder schütteln bei persönlicher Ansprache nur stumm mit dem Kopf. Jesus hat den benachteiligten Menschen immer die meiste Aufmerksamkeit geschenkt. Etwas mehr von dieser christlichen Haltung würde ich mir auch für unsere Gesellschaft wünschen.

Christian Lehnen
KF Hinsbeck
