3 Fragen an…

1. Heinrich, Du warst unser Spitzenradler für die Kolpingjugend DV Aachen beim STADTRADLEN 2020 in Mönchengladbach. Du fährst nach Wien und an andere Orte mit Familie und Rad, bist häufig bei uns am Alten Markt mit dem Drahtesel. Wie sieht es da mit der Sicherheit aus, wie wichtig ist ein Helm? Und wie planst Du solche großen Touren?

Ja, so ein Helm kann schon Unfälle abmildern, kann schon helfen. Aber ich plädiere, ganz anders als meine Frau Anne, für eine Freistellung von der Helmpflicht; sie sieht den Sicherheitsaspekt und möchte das Tragen verpflichtend einführen. Ob Radfahrer einen Helm tragen oder nicht, sollte, so meine ich, jeder selbst entscheiden können und dürfen. Jeder muss wissen, wie sicher er unterwegs sein möchte.

Wir beide planen gemeinsam die Strecken, benutzen gutes Kartenmaterial, greifen aber auch auf Radtourenplaner mit App-Funktion zurück. Das erleichtert vieles, das Suchen von Alternativrouten zum Beispiel. Auch bei uns gibt es Umleitungen und Sperrungen, leider. Am Ende nutzen wir Fahrradnavigatoren und fühlen uns damit gut informiert.

Und das A-und-O bei einer solchen Fahrt sind eine LUFTPUMPE und FLICKZEUG. Das sollte jeder Radler bei sich haben.

2. Was bedeutet Dir das Radeln? Warum macht Ihr beide das?

Wir lieben das Radfahren zum einen, weil wir einen Sport zur Entspannung gefunden haben; zum anderen genießen wir die vielen, schönen Momente in der Natur, die wir gemeinsam erleben, die Landschaft, die Tierwelt, den Himmel, die Freiheit anhalten und genießen zu können, wo man will. Keine Abgase, Spaß pur. Und das alles hält auch noch körperlich fit.

3. Was wünschst Du Dir für die Zukunft?

Bessere Radwege wären schon schön, stufenlos und kantenfrei. Auch die Instandhaltung lässt vielerorts Wünsche offen. Eine gute Beschilderung und ein umfangreicheres Radwegenetz wären ebenso wünschenswert. Ich wünsche uns beiden noch lange Freude am Radfahren und natürlich Gesundheit.

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Wir sind Anne und Heinrich Küpper, Mitglied und Vorsitzender der Kolpingsfamilie Otzenrath, Bauzeichner im Unruhestand. Wir haben zwei erwachsene Kinder, fahren leidenschaftlich Rad.

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Der Weltfahrradtag wurde am 12. April 2018 von den Vereinten Nationen eingeführt und auf den 3. Juni jeden Jahres festgesetzt. Im Einklang mit den 17 UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung würdigen die Vereinten Nationen die gesellschaftlichen Vorteile, die die Fahrradnutzung mit sich bringt.