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3 Fragen an:

1. Wie gehst Du mit einem „Oma-Opa-Tag“ um? Welche Schwerpunkte setzt Du und warum?

Ganz ehrlich, ich sehe diesen „Ehrentag“ genauso kritisch wie den Muttertag. Was denken und fühlen diejenigen, die nicht zu der Gruppe gehören (können)?

Für mich ist es immer wichtig, mit der übernächsten Generation im Kontakt zu sein Damit meine ich nicht nur die eigenen Enkelkinder, sondern auch andere Kinder in meinem Umfeld. Ich finde es faszinierend, mit welcher Energie Kinder die Welt entdecken und erobern. Ich begleite sie dabei gerne und versuche, die Werte zu vermitteln, die mir zeitlebens wichtig waren. Das kostet manchmal ganz schön viel Kraft, macht aber auch viel Freude, und ich bleibe so „auf dem Laufenden“.

2. Was bedeutet Dir das Wort „Generationenübergreifend“?

Jede Generation ist „ein Kind ihrer Zeit“, und die unterschiedliche Prägung hat Auswirkung auf die Ziele und Lebensweisen der verschiedenen Altersgruppen. Das führt leider häufig zu fehlendem gegenseitigem Verständnis und zu Vorurteilen. Diesen entgegen zu wirken sehe ich als Aufgabe an, der ich mich verpflichtet fühle. Kolping möchte eine „Weggemeinschaft der Generationen“ sein, dafür setze ich mich gerne ein. Beim Generationenwochenende, welches in diesem Jahr erstmalig stattfand, sah ich bestätigt, dass diese Gemeinschaft funktionieren kann. Bei allen Projekten und Aktionen wäre zu überlegen, inwieweit auch generationenübergreifende Zusammenarbeit möglich ist.

3. Was wünschst Du Dir?

Ich hatte das Glück, in einer Zeit des Friedens und der Sicherheit aufwachsen und leben zu dürfen. Als Oma wünsche ich mir das auch für meine Enkel, befürchte aber, dass es in der Zukunft unseres Landes und der ganzen Welt nicht einfach sein wird.

Den Kindern von heute, denen es nicht gut geht, wünsche ich zukünftig ein besseres Leben.

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Zur Person

Martina Bökels, 63 Jahre; „aktive Rentnerin“, vormals Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin, Hobbies: ehrenamtliche Mitarbeit bei Kolping und beim SKF, Skifahren, Tanzen, Handarbeiten und Basteln.

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„Am 12. November 2021 ist Oma-und-Opa-Tag, der die Rolle der Großeltern im Familienalltag ehrt und darauf aufmerksam macht, welchen großartigen Anteil Omas und Opas an der Erziehungsarbeit haben. Ihre Fürsorge, Nestwärme, Bildung und pädagogisches Geschick verdienen Anerkennung.

Das Bild der Großeltern hat sich gewandelt. Die rundliche, kuchenbackende Oma mit Schürze und „Dutt“ gehört der Vergangenheit an, Großmütter von heute erscheinen deutlich jünger, sie sind aktiv und rege sowie in guter körperlicher und geistiger Verfassung. Ebenso ist das Ansehen von Groß­eltern heute ein durchweg positives und sie werden häufig mit Wertschätzung bedacht. Das war nicht immer so, in früheren Zeiten galten sie oft als strenge und zugleich fordernde Aufsichts­personen der Enkelkinder.

Über 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sehen es als größtes Glück an, eine Familie zu haben und über drei Viertel der Kinder zählen die Großeltern zur Familie dazu. Die Unterstützung von Großeltern ermöglicht vielen jungen Familien einen gelingenden Alltag, denn: „Großeltern sind wie Knöpfe, sie halten vieles zusammen“.“

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