Auszug aus der Rede der Diözesanvorsitzenden Maria Taube zur Diözesanversammlung am 30. September 2021

„Vier Jahre lang durften wir auf den Diözesanversammlungen mit Stolz berichten:
„Wir sind wieder gewachsen, gegen den Trend der meisten anderen Diözesanverbände.“ Das war so schön. Der Dank gehört Euch! – Das war Eure Spitzenleistung!

Dann kam vor zwei Jahren die Wende und wenig später Corona! Alles, was uns stark macht: Bildung, Gemeinschaft und Geselligkeit war verboten! Oder anders gesagt: Kegeln, Karneval, Laienspiel, Ferienlager– alles musste ausfallen. Unsere ganze Gemeinschaftsarbeit kam zum Erliegen! Um nicht ganz unterzugehen, mussten wir „schwimmen“ lernen, d.h. wir wurden zu neuen Aktivitäten gezwungen. …

Ich weiß, dass viele Kolpingsfamilien große Sorgen haben. Die altgewordenen Vorstände fragen sich, wer soll bei uns weitermachen?Wo sind die Interessierten? –  Wie kommen wir an engagierte Menschen heran, wenn wir im Alltagsgeschehen in unserem Ort nicht mehr sichtbar sind?

So haben bzw. werden drei Kolpingsfamilien aufgeben, die Kolpingsfamilie Stolberg ist seit Ende 2019 aufgelöst, die Kolpingsfamilie Geilenkirchen-Übach-Palenberg löst sich zum 31.12.2021 auf und die Kolpingsfamilie Mechernich-Floisdorf will diesen Schritt im nächsten Monat tun. Mir tut das in der Seele weh! Ich bin darüber sehr traurig und ich möchte weitere Auflösungen verhindern. Aber, sind wir ehrlich – sind wir schon an dem Punkt angekommen – aufzugeben? Wollen wir jetzt mit den Schultern zucken und resignieren? Ich sage nein!!! Jetzt ist der richtige Zeitpunkt zum Neubeginn, Kolping ist nicht tot!!!

Was ist zu tun? Beginnen wir mit der Mitgliederpflege. Nehmen wir doch einfach einmal Kontakt zu den sogenannten schlafenden Mitgliedern auf. Es gibt Gesprächsbedarf! Zum Beispiel suchen wir das Gespräch mit jüngeren Mitgliedern, die eventuell Kinder haben, die aber noch nicht Kolpingmitglied sind. Sie können ihre Kinder über den Familienbeitrag kostenlos registriert werden. Und, die Kolpingjugend braucht dringend Verstärkung, d.h. Neumitglieder!

Oder – wo sind die Partner und Partnerinnen unserer einzelnen Mitglieder, d.h. es gibt immer noch Kolpingsfamilien bei denen auch die Ehefrauen der Mitglieder nicht zu uns gehören, weil sie bisher nicht angemeldet wurden. …

Wie sieht es beispielsweise in Euren Gemeinden mit den Messdienern oder mit den Kommunion­familien aus. Was machen die Firmlinge nach der Firmung, wenn sie als Gruppe zusammenbleiben wollen? Kolping kann Platz, Räume und Versicherungsschutz anbieten.

Deshalb möchte ich Euch persönlich unterstützen. Ihr könnt mich beim Wort nehmen. Ich komme zu Euch, wenn Ihr mich ruft. Ich möchte mit Euch Ideen entwickeln und diese in die Tat umsetzen. …

Wir wollen unsere Wertschätzung für Euer ehrenamtliches Engagement sichtbar zum Ausdruck bringen. Bitte nehmt dieses Angebot wahr. …

Ja, das ist Kolping im DV Aachen, das sind wir, ein Verband mit Zukunft. Wir sind eine „Weggemeinschaft der Generationen“. Wir sind Kolping!

Danke fürs Zuhören!

Treu Kolping!“