
Das waren mal drei zentrale Begriffe, die mich in meiner Supervision begleitet haben, also wenn man so von außen auf seine Arbeit guckt und dann noch letztlich mit anderen drüber spricht: Wie sieht es aus? Und ein Problem war damals für mich, dass ich immer erst das Dürfen berücksichtigen musste, weniger das, was ich will und was ich kann.
Jetzt kam aus Rom das offizielle Verbot der Predigt von Laien in der Heiligen Messe. Ich kenne jede Menge Kolleg*innen, Hauptberufliche, Laien und auch Ehrenamtliche, die predigen wollen und vielmehr auch dies auch können. Und ich selber habe aber auch in meinen vergangenen 30 Dienstjahren an verschiedenen Orten predigen dürfen auf Beerdigungen,… in anderen Gottesdiensten.
Ich fand es sinnvoll. Ich fand es gut. Und es war auch kein Problem.
Jetzt im Bistum Aachen gibt es eine neue Pastoralstrategie. Und da ist ein neues Wort, nicht ausdrücklich, aber ganz zentral: „Brauchen“ Was brauche ich? Welche Bedürfnisse habe ich? Danach richtet sich dann das Angebot oder unsere Tätigkeit, unser Ziel in der Kirche.
Wir können ja mal gucken, wo die Leute sich das holen, was sie brauchen. Ob wohl unser Angebot dann auch stimmt? Lasst uns doch mal die Füße entscheiden. Alles klar.

Michael Kock, Geistlicher Leiter im Kolpingwerk Aachen.
(für die Erwachsenen im Gesamtverband und genauso für die Kolpingjugend.)
